Damit sie wissen warum ich so etwas mache und mich für die Armen Menschen einsetze, hoffe ich dass sie mit meiner nachstehenden Erklärung einiges besser verstehen.

Vorwort
Nach meiner Rückkehr aus den Ferien im September 2004, wurde über mich sogar erzählt, dass ich in den USA Predige. Beschimpfungen ich sei ein Pharisäer etc. etc. Anscheinend sei mein Gehabe nichts anders als seltsame Touren und vieles mehr. Es brodelt in der Gerüchteküche weil man nicht weis war der Mann genau macht.
Ja muss man den alles wissen?   Mache haben wohl keine eigenen Sorgen?

Die Leute die mich wirklich kennen staunen mit mir über diesen Blödsinn. Andere wiederum glauben natürlich den Gerüchten und geben ihnen Recht. Koste es was es wolle!!! Sie sind ja so ehrliche Geschöpfe, dass ich mich Übergeben könnte!

Die Leute fragen wie es dir geht und verdrehen dann alles. Menschen verändern sich doch stetig. So bin ich wohl der Einzige schlechte Mensch der stehen geblieben ist?

Hier bedarf es doch einer kleinen Berichtigung.

Als erstes bin ich kein einfacher Mensch der alles hin nimmt. Wenn es um etwas geht verlange ich Unterlagen oder Beweise. Also was ist daran so falsch? Es war seit der Kreuzigung von Jesus einfach auf schwachen Menschen herum zu treten. Ich jedoch bin keine Fußabtretmatte!
Glaubt ihr einer Person die bewusst gelogen hat?
Jesus ist für uns am Kreuz gestorben. Wir brauchen keine neuen Nägel zu erfinden!
Es ist immer einfacher den Anderen schlecht zu machen.
Ich kämpfe für die Gerechtigkeit und lasse mir nichts gefallen?
Das sind Fragen die auch mir erlaubt sind.

G
ehen wir ein paar Jahre zurück: Nach einem schweren Arbeitsunfall wurde mir mitgeteilt das mir mehrer Operationen bevor stehen würden. Ich lebte ja eher Gottlos und dachte nicht weiter darüber nach. Jedoch der Augenblick der Angst holte auch  mich ein. Mein Hausarzt versuchte mir sanft die Situation zu erklären, dass ich in meinem Fall auch mit einem Operationsrisiko rechnen müsse.  Diesen Gedanken hatte ich eigentlich von mir geschoben. "Ein Leben im Rollstuhl könnte auch mich schnell treffen". Wenn es dir schlecht geht findet man auf einmal den Weg zu Gott zurück. So geschah es auch mir.

Ich versprach dem Herrgott, dass ich alles Akzeptieren werde. Wenn ich ohne Hilfsmittel laufen kann, werde ich für den Rest meines Lebens den Armen Menschen helfen und mich für sie einsetze. Ich glaube mehr als 20 Operationen verändern Jeden.

Mehr als 20 Operationen ? Ja und es gibt einige unter ihnen die noch mehr über sich ergehen lassen mussten und denen geht es noch schlimmer als mir.

Hier lernte ich Priester und Pfarrer kennen. Die Katholische und ev. Kirche hilft den Menschen mehr als die meisten Politiker. Darum hören die Leute mehr auf die sie. Ohne sie wären die armen Menschen noch viel ärmer. Ich entwerfe manchmal unentgeltlich für unser 27000 Seelendorf sozial Projekte. Durch die Aktion Flutkatastrophe Jimaní im Mai 2004, lernte ich viele Politiker und wichtige Leute kennen. Dies ermöglich mir dadurch auf einfacherem Weg an neue Informationen zu gelangen.  Ohne die richtigen Kontakte ist vor allem hier die Change gering an ein Ziel zu gelangen.

Mein Vorteil ist meine deutsche Sprache und Informationen sowie Hilfe aus dem Internet beziehen kann. Amnesty International, Aidshilfe Schweiz oder Deutschland usw. Andere Institutionen waren bis jetzt bereit gratis Infomaterial zur Verfügung zu stellen. Das Umsetzen ist viel schwerer, weil hier alles lange dauert. In Europa fehlt es ja an Nichts. Strom und Wasser 24 Stunden am Tag. Ärzte an jeder Ecke und die Leute haben ihre Kranken Versicherung. Hier gibt es Städte die fast nicht mehr wissen was Strom ist. Versicherung ist für die meisten unmöglich und wenn, dann muss man um jeden Cent kämpfen. Arme Menschen können sich Kranksein gar nicht erlauben. Trotzdem stellt sich die Frage; "Wie viele arme Menschen gibt es in Europa"?

Es fehlt an Hygiene, kein trinkbares Wasser daher die vielen Infektionen und Krankheiten, Gewalt etc.. Abfall und deren Beseitigung. Moskito- oder Rattenplage. Abwasser, Stromprobleme und schlechte Strassen etc. etc. etc. 

Stellen sie sich einmal vor; wir haben hier z.B. Typhus aber keinen Impfstoff. Ist Jemand davon betroffen, dauert es bis zur "Heilung" min. 1 Jahr. Ein langes Jahr voller Schmerzen. Kostenpunkt weit über 5000 Peso (ca. 170U$). Monatslohn eines einfachen Arbeiters ca. 130U$. Die Schweiz,  so viel mir bekannt ist, ein Land wo Typhus so gut wie ausgestorben ist,  bezahlte ich ca. 22U$ für eine Impfung.  Ist es so verwerflich, dass ich wünsche es gäbe hier für alle diese Hilfe?

Das sind Probleme die mich täglich neben meiner wunderbaren Familie beschäftigen. Leben wir doch in die Zukunft und nicht in der Vergangenheit.

Wenn sie mit etwas nicht Einverstanden sind, dann sagen sie es mir.

Wenn ihnen etwas von meinem kleinen Engagement gefällt, sagen sie es allen.

Ich bin trotzdem keine Engel.

Nun wünsche ich ihnen viel Glück in ihrem Leben und gute Gesundheit.

Gott beschütze sie.

Heinz